Porzellan oder Keramik: Was ist der Unterschied bei Tassen?

Porzellan ist eine besonders feine, hart gebrannte Art von Keramik: dünnwandiger, härter, heller und teurer als gewöhnliche Keramik. Personalisierte Fototassen bestehen in der Regel aus glasierter Keramik mit einer Beschichtung für den Sublimationsdruck, auch bei LivaGlow.

· 4 Min. Lesezeit · LivaGlow

Keramik ist der Oberbegriff, Porzellan die Edelvariante

Keramik bezeichnet alle Werkstoffe, die aus Ton oder ähnlichen mineralischen Massen geformt und gebrannt werden. Darunter fallen Steingut, Steinzeug und Porzellan. Jede Porzellantasse ist also Keramik, aber nicht jede Keramiktasse ist Porzellan.

Porzellan wird aus einer Masse mit hohem Kaolin-Anteil hergestellt und deutlich heißer gebrannt als Steingut. Dadurch versintert der Scherben vollständig: Er wird dicht, sehr hart, leicht durchscheinend und strahlend weiß. Man erkennt Porzellan daran, dass eine dünne Tasse gegen das Licht gehalten leicht transparent wirkt und beim Anschlagen hell klingt.

Steingut und Steinzeug werden bei niedrigeren Temperaturen gebrannt. Der Scherben bleibt dicker und poröser und braucht eine Glasur, damit er keine Flüssigkeit aufnimmt. Solche Tassen sind schwerer, fühlen sich robuster an und sind günstiger in der Herstellung.

Was das im Alltag bedeutet

Porzellan hält Wärme etwas kürzer, weil die Wand dünn ist, fühlt sich dafür leichter und feiner an. Es ist gegen Kratzer und Absplitterungen an der Kante widerstandsfähiger als Steingut, bricht bei einem Sturz aber genauso.

Eine glasierte Keramiktasse wie unsere ist dickwandiger und schwerer. Bei 320 Gramm Leergewicht, 95 Millimetern Höhe und 82 Millimetern Durchmesser liegt sie satt in der Hand und hält den Kaffee durch die dickere Wand etwas länger warm. Isoliert ist sie nicht, die Außenwand wird bei heißem Inhalt warm.

Für die Spülmaschine sind beide Materialien geeignet, solange die Glasur intakt ist. Der Unterschied liegt beim Dekor, nicht beim Scherben: Ein eingebranntes Motiv übersteht die Maschine, ein aufgeklebtes nicht, egal ob auf Porzellan oder Keramik.

Warum Fototassen fast immer aus Keramik sind

Für den Sublimationsdruck braucht die Tasse eine Polymerbeschichtung, in die sich die Farbe unter Hitze einlagert. Diese Beschichtung wird auf die fertig glasierte Tasse aufgebracht. Sie funktioniert auf Keramik und auf Porzellan, aber die klassische weiße Sublimationstasse mit 325 Millilitern ist eine glasierte Keramiktasse. Sie ist weltweit standardisiert, in gleichbleibender Qualität verfügbar und ihre Form ist auf die Druckpressen abgestimmt.

Ein zweiter Grund ist der Preis. Eine einzelne Tasse individuell zu bedrucken kostet Zeit pro Stück. Mit Porzellan als Rohling würde die Tasse spürbar teurer, ohne dass das Motiv besser wird. Der Druck sieht auf beiden Materialien gleich aus, weil er in der Beschichtung sitzt, nicht im Scherben.

Unsere Tasse besteht aus glasierter Keramik, fasst 325 Milliliter und wird rundum in 300 dpi bedruckt. Sie ist spülmaschinenfest und mikrowellengeeignet. Wer eine Porzellantasse mit Foto sucht, sollte gezielt danach fragen und mit einem höheren Preis rechnen; für den Alltag ist die Keramiktasse die robustere Wahl.

Glasur und Beschichtung: zwei Schichten, zwei Aufgaben

Bei einer bedruckten Tasse liegen zwei Schichten über dem Scherben. Die Glasur wird beim Brennen aufgeschmolzen und macht die Keramik dicht, glatt und lebensmittelecht. Sie ist der Grund, warum eine Steingut-Tasse keinen Kaffee aufnimmt und sich abwaschen lässt. Die Sublimationsbeschichtung kommt danach auf die fertige Glasur und nimmt beim Bedrucken die Farbe auf.

Für dich als Nutzer bedeutet das: Solange Glasur und Beschichtung intakt sind, ist die Tasse spülmaschinenfest, mikrowellengeeignet und das Motiv sitzt fest. Ein Riss oder eine Absplitterung durchbricht beide Schichten. Dann kann Feuchtigkeit in den Scherben eindringen, und die Tasse gehört aus Sicherheitsgründen nicht mehr in den Gebrauch, unabhängig davon, ob sie aus Porzellan oder Keramik ist.

Welche Tasse für welchen Zweck

Wer sich zwischen Porzellan und Keramik entscheidet, sollte vom Einsatz her denken:

  • Feines Kaffeeservice, Gäste, Espresso: Porzellan. Dünnwandig, leicht, elegant, aber ohne Fotodruck.
  • Tägliche Bürotasse, Frühstück, große Portionen: glasierte Keramik. Robust, dickwandig, hält warm, spülmaschinentauglich.
  • Fototasse als Geschenk: glasierte Keramik mit Sublimationsbeschichtung. Nur so kommt ein Foto in voller Farbe und eingebrannt auf die Tasse.
  • Unsere Tasse: glasierte Keramik, 325 ml, 95 mm hoch, 82 mm Durchmesser, rund 320 g, Druck rundum in 300 dpi.

Was „Porzellan-Fototasse“ in Shops oft bedeutet

Im Handel wird der Begriff Porzellan gern großzügig verwendet. Viele als „Porzellantasse“ beworbene Fototassen sind bei genauem Hinsehen glasierte Keramik. Woran du den Unterschied erkennst: Porzellan ist dünnwandig, leicht, klingt hell und ist leicht durchscheinend. Eine dickwandige, schwere Tasse mit kräftigem Klang ist Steingut oder Steinzeug, auch wenn Porzellan draufsteht.

Wir nennen unsere Tasse deshalb das, was sie ist: eine glasierte Keramiktasse. Für ein Foto, das täglich benutzt und gespült wird, ist das die richtige Wahl. Für ein feines Kaffeeservice wäre Porzellan die bessere, aber das ist ein anderes Produkt.

Kurz zusammengefasst

Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick:

  • Porzellan: dünn, leicht, hart, leicht durchscheinend, teurer, hält Wärme kürzer
  • Glasierte Keramik: dickwandig, schwerer, robust im Alltag, günstiger, hält Wärme etwas länger
  • Beide: spülmaschinengeeignet, solange die Glasur intakt ist
  • Für Fototassen: fast immer glasierte Keramik mit Sublimationsbeschichtung, bei LivaGlow ebenfalls

Häufige Fragen

Ist die LivaGlow-Tasse aus Porzellan?

Nein, sie besteht aus glasierter Keramik mit einer Beschichtung für den Sublimationsdruck. Sie fasst 325 Milliliter, ist spülmaschinenfest und mikrowellengeeignet.

Ist Porzellan besser als Keramik?

Porzellan ist feiner, härter und leichter, aber auch teurer und dünnwandig. Für eine Tasse, die täglich benutzt und gespült wird, ist glasierte Keramik die robustere und günstigere Wahl. Der Druck sieht auf beiden Materialien gleich aus.

Woran erkenne ich Porzellan?

Eine dünne Porzellantasse ist gegen das Licht gehalten leicht durchscheinend und klingt beim Anschlagen hell. Steingut und Steinzeug sind dickwandiger, schwerer und klingen dumpfer.

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