Welche Auflösung braucht ein Foto für eine Tasse?

Ein Foto für eine Tasse sollte mindestens 1000 Pixel breit sein, damit es beim Druck in 300 dpi scharf bleibt. Fotos aus einem aktuellen Smartphone sind mit 3000 Pixeln Breite oder mehr problemlos geeignet, verkleinerte Vorschaubilder aus Messengern und sozialen Netzwerken nicht.

· 3 Min. Lesezeit · LivaGlow

Die Rechnung hinter der Empfehlung

Wir drucken mit 300 dpi, also 300 Bildpunkten pro Zoll. Die Druckfläche rund um die Tasse misst 200 × 90 Millimeter. Umgerechnet sind das 2362 × 1063 Pixel für die komplette Fläche.

Dein Foto muss diese Fläche aber nicht füllen. Ein einzelnes Bild nimmt auf einer Tasse meist ein Drittel bis die Hälfte der Breite ein, also 800 bis 1200 Pixel. Ein Foto mit 1000 Pixeln Breite wird in dieser Größe mit voller Schärfe gedruckt. Ein größeres Foto schadet nie, es wird beim Druck einfach herunterskaliert.

Kritisch wird es unterhalb von etwa 600 Pixeln Breite. Solche Bilder müssen für den Druck hochgerechnet werden, und dabei entstehen weiche Kanten und sichtbare Pixelstufen. Auf dem Bildschirm fällt das kaum auf, weil dort ein Bild mit 600 Pixeln bildschirmfüllend wirkt. Auf der Tasse, die du aus 30 Zentimetern betrachtest, sieht man es sofort.

Woher kleine Bilder kommen

Die meisten unscharfen Fototassen entstehen nicht durch schlechte Kameras, sondern durch verkleinerte Kopien. Messenger wie WhatsApp komprimieren Fotos beim Versand stark. Profilbilder aus sozialen Netzwerken sind oft nur 300 bis 500 Pixel groß. Screenshots haben die Auflösung des Bildschirms, nicht die des Originals.

Bitte den Absender deshalb um das Originalfoto, zum Beispiel per E-Mail als Anhang, über eine Cloud-Freigabe oder als „Dokument“ statt als Foto im Messenger. Auf dem eigenen Handy findest du das Original in der Galerie oder Fotos-App, nicht im Chatverlauf.

Ein einfacher Test: Öffne das Foto auf dem Computer und zoome auf 100 Prozent. Wenn ein Gesicht dann größer als eine Briefmarke auf dem Bildschirm ist, reicht die Auflösung für die Tasse.

Format, Ausschnitt und Sicherheitsbereich

Querformat passt besser zur Tasse als Hochformat. Die Druckfläche ist 90 Millimeter hoch, ein Hochformat-Foto muss also entweder stark verkleinert oder beschnitten werden. Im Designer kannst du das Bild frei verschieben, vergrößern und drehen, um den besten Ausschnitt zu finden.

Wichtige Bildteile gehören in die Mitte einer Tassenseite. Der Designer zeigt eine gestrichelte Linie: Alles innerhalb wird garantiert vollständig gedruckt. Sie liegt 5 Millimeter vom Rand entfernt. Die grauen Zonen links und rechts markieren die Stelle, an der das Druckbild auf den Henkel trifft. Was dort liegt, wird gedruckt, ist aber vom Henkel verdeckt.

Für eine Collage aus mehreren Fotos gilt die Faustregel pro Bild. Vier Fotos nebeneinander bekommen jeweils nur ein Viertel der Breite, dürfen also kleiner sein, sollten aber jedes für sich scharf sein.

Licht und Farben

Sublimationsdruck auf Keramik stellt Farben etwas weniger leuchtend dar als ein Display, das selbst leuchtet. Ein Foto, das am Bildschirm schon flau wirkt, wird auf der Tasse noch flauer. Gut geeignet sind Bilder mit Tageslicht, klaren Kontrasten und natürlichen Hauttönen.

Sehr dunkle Motive verlieren im Druck Zeichnung in den Schatten. Ein Nachtfoto oder ein Porträt vor schwarzem Hintergrund ist keine gute Wahl. Überbelichtete Bereiche bleiben weiß, weil die Tasse weiß ist und dort einfach nichts gedruckt wird. Geringe Farbabweichungen zum Bildschirm sind technisch bedingt und normal.

Dateiformat und Upload

Der Designer nimmt alle gängigen Bildformate an, die dein Browser anzeigen kann, also JPEG, PNG, WebP und weitere. PNG lohnt sich, wenn dein Bild transparente Bereiche hat, etwa eine freigestellte Grafik. Dann scheint an diesen Stellen das Weiß der Tasse durch.

Bearbeitung vor dem Upload ist selten nötig. Der Designer übernimmt Ausschnitt und Größe, und die 3D-Vorschau zeigt dir das Ergebnis, bevor du bestellst. Nur die Auflösung kann der Designer nicht verbessern: Was im Original fehlt, lässt sich nicht herbeirechnen.

Checkliste vor dem Bestellen

Fünf Punkte, die fast alle Probleme mit unscharfen Fototassen verhindern:

  • Originalfoto verwendet, kein Vorschaubild aus Messenger oder Profil
  • Mindestens 1000 Pixel Breite, besser mehr
  • Motiv gut ausgeleuchtet, keine großen schwarzen Flächen
  • Hauptmotiv innerhalb der gestrichelten Linie, nicht in der Henkelzone
  • Ausschnitt in der 3D-Vorschau von allen Seiten geprüft

Häufige Fragen

Reicht ein Handyfoto für eine Fototasse?

Ja. Fotos aus aktuellen Smartphones haben 3000 Pixel Breite oder mehr und reichen für den Druck mit 300 dpi aus. Wichtig ist, das Original aus der Galerie zu verwenden und kein verkleinertes Bild aus einem Chat.

Wie viele Pixel hat die gesamte Druckfläche?

2362 × 1063 Pixel bei 300 dpi, das entspricht 200 × 90 Millimetern rund um die Tasse. Ein einzelnes Foto füllt davon meist nur ein Drittel bis die Hälfte der Breite.

Kann ich mehrere Fotos auf eine Tasse drucken lassen?

Ja. Im Designer kannst du beliebig viele Bilder hochladen und als Collage frei anordnen. Jedes einzelne Bild sollte für seine Größe ausreichend aufgelöst sein.

Warum sehen die Farben auf der Tasse anders aus als am Bildschirm?

Displays leuchten selbst, Keramik reflektiert nur Licht. Deshalb wirken Farben im Sublimationsdruck etwas weniger leuchtend. Geringe Abweichungen sind technisch bedingt und normal.

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